Donnerstag, 17. Mai 2012

(Un)todlangweilig - Resident Evil (2002) - Review / Kritik

Ja, in den späten Neunzigern Zombies mir dem Playstation-Controller töten und dabei noch eine fabelhafte Story erleben - das waren die Freuden des Teenager-Daseins. Das Irren durch Levels in Furcht, hinter der nächsten Tür könnte ein Zombie lauern, das hatte schon Stil und bereitete so manchem Freitagabend Gruselspannung pur.Damals wie heute war das  am Freitagabend meist absolut Grütze, sah man von den Comedy-Shows ab, und auch die gab es eher Samstags. Die Wochenshow, RTL Samstag Nacht...Doch weg von der Schwärmerei - von Wegen früher war das Programm besser... Darüber könnte ich lang und breit diskutieren. Worum es mir hier ging war eine kurze Anspielung auf den Resident Evil Film von 2002, der durchaus heiß erwartet war.
Wir erinnern uns - Lara Croft lieferte ein mäßiges Kinodebüt hin. Angeline Jolie war zwar ein netter Cast, wirkte für mich aber als Lara genauso kühl und unattraktiv. milla Jovovich als Geheimnisvolle Unbekannte, die man erst im Nachspann als Alice identifizieren konnte könnte eine Ausnahme sein, dachte ich damals. Wobei Videospielverfilmungen zumeist schon absoluter Mist waren erwartete ich mir damals im Kino auch nicht allzuviel. Dennoch: Als Kinojunkie musste ich diesen Film einfach sehen. Bevor wir zu einer kurzen Inhaltsangabe kommen hier ein kleiner Trailer für euch:

Inhalt:
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Umbrella-Coorparation der mächtigste Konzern der Welt: Sie stellen praktisch alles her, vom Schokoriegel über Geschirrspülmaschinen bis hin zu biologischen Waffen: Und genau diese tüfteln sie im Hive zusammen, einm gigantischen unterirdischen Komplex im Untergrund von Racoon-City.
Die geheimnisvolle Alice (deren Name in Teil 1 übrigens nicht fällt sondern erst im Abspann auftaucht, findet sich mit einer Gruppe dort wieder. Und dort ist ein geheimnisvolles Virus ausgetreten, das Tote wieder aufstehen lässt.
Und damit ist im Grunde genommen auch der ganze Plot erklärt.


Kritik:
So schön hätt's werden können, und doch zählt dieser Film zu den besseren Videospielverfilmungen. Nähmen wir an, Ridley Scott hätte diesen Stoff verfilmt: Ein  zweistündiger klaustrophobischer Underground-Zombie-Schocker mit Tiefgang! Klaustrophobisch ist der Film auch und sogar die Stimmung ist einigermaßen gut, aber die flachen Charaktäre ziehen den Film ins Lächerliche. Selbst die sexy Milla kann das nicht kitten.
Die Story ist vorhersehbar, das Ende trimmt auf eine Fortsetzung und bis auf den einigermaßen gelungenen, wenngleich auch sterilen Set ist der Film eigentlich ziemlich grütze, sieht man mal von den guten Splatter-Effekten ab, die den Film noch einigermaßen unterhaltsam machen.
Gut finde ich auch noch den Kindcomputer "Red Queen", der etwas Style in die Handlung bringt. Bedenkt man, dass der Film mit 30 Mio Dollar wirklich billig war und eine deutsche Kinoproduktion ist, darf man durchaus nicht ganz unanerkennend sein. Er ist unterhaltsam und zeitweise spannend, aber eben doch nur Durchschnittskost, von der man sich durchaus noch mehr hätte erwarten dürfen. Von mir bekommt der Film eine durchschnittlicheei:

5,8

 Es folgen bislang "Resident Evil: Apocalypse" (2004, Resident Evil: Extinction" (2006) und "Resident Evil: Afterlife" (2010). Mit "Resident Evil: Retribution"  steht uns also Teil 5 dieses Jahr ins Haus.

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